Memento Mori

Drei Gemälde werden über Nacht in der altehrwürdigen Eremitage in St. Petersburg gegen wertlose Kopien ausgetauscht. Eigentlich handelt es sich dabei auf den ersten Blick um einen gewöhnlichen Kunstraub, doch Oberst Ostankovic, Leiter des Kunstraub-Dezernats der St. Petersburger Polizei, weiß mehr. Er verdächtigt einen finnischen Geheimbund namens „Ikuinen nukkuja“, die Raube begangen zu haben.
Das Spiel nimmt Bezug auf einen außerhalb von Kunst-Insider-Kreisen relativ unbekannten Orden. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, bestimmte Gemälde nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen zu lassen. Dazu beruft man sich auf eine Übersetzung der mittelalterlichen Lehrschriften „Ars Moriendi“. Hier wird erwähnt, dass der Mensch im Sterben dem Engel des Todes ins Gesicht blickt.
Immer wieder haben Maler auf der ganzen Welt in ihrem Wirken auf genau diesen Moment gewartet oder ihn künstlich hervorgerufen, um ihre Bilder mit einem Abbild des Engels des Todes vollenden zu können. Dieses haben sich die Anhänger zur Aufgabe gesetzt, um jeden Preis zu verhindern. Wenn möglich, so haben Recherche-Arbeiten ergeben, suchen sie den direkten Kontakt zum Künstler, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Von Bestechungen mit hohen Geldsummen über Bedrohungen bis hin zum Mord – der Orden, so heißt es, schreckt vor nichts zurück.

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